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Die Wallfahrtsstadt ist bestens gerüstet

Wochenende für Pilgerleiter als wichtiger Auftakt zur kommenden Wallfahrtszeit 2018

Zum offiziellen Eröffnungstermin der kommenden Kevelaerer Wallfahrtszeit am 1. Mai ist es zwar noch eine Weile hin. Der eigentliche Startschuss zur neuen Saison fällt aber für die vielen haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Wallfahrt seit fast 40 Jahren am Wochenende der jährlichen Pilgerleitertagung. An diesem Wochenende erwacht die Wallfahrtsstadt nach winterlicher Pause zu neuem Leben und Kevelaer bündelt erneut seine Kräfte. Die zahlreichen Brunnen der Wallfahrtsstadt werden wieder in Betrieb genommen, die Stadtgärtner bepflanzen die unzähligen Beete mit Frühlingsblumen und der internationale Fahnenschmuck begrüßt die Gäste schon von Ferne.

Internationale Pilgerleiter-Tagung

Am letzten März-Wochenende wird sie wieder einmal deutlich zu spüren sein: die Bedeutung der Wallfahrt für die Wallfahrtsstadt Kevelaer. Annähernd 400 Repräsentanten aus Deutschland und den Benelux-Ländern werden der Einladung von Wallfahrtsleitung, Wallfahrtsstadt und Verkehrsverein Kevelaer folgen, um sich traditionell an der großen Pilgerleiter-Tagung im Konzert- und Bühnenhaus der Wallfahrtsstadt Kevelaer zu beteiligen. Die Vertreter der alljährlich etwa tausend angemeldeten Pilgergruppen stimmen an diesem letzten Wochenende des ersten Quartals traditionell zahlreiche Details zu ihrer Kevelaer-Wallfahrt ab. Damit markiert das Pilgerleiter-Wochenende den bedeutsamen Ausgangspunkt für die Wallfahrtszeit 2018.

Wallfahrtstag der Pilgerleiter

Beginnen wird auch die diesjährige Pilgerleitertagung am Samstag, 24. März, mit einem festlichen Hochamt um 9 Uhr in der Marienbasilika, das der Rektor der Wallfahrt, Domkapitular Gregor Kauling, zelebrieren wird. Nach dem Gottesdienst ziehen die Gäste zum Gruß an das Gnadenbild vor die Gnadenkapelle. Die Pilgerleitertagung ist für die vielen ehrenamtlich Engagierten zugleich auch ihr erster Wallfahrtstag im neuen Kevelaerer Wallfahrtsjahr.

Im Konzert- und Bühnenhaus wurde unterdessen bereits der Frühstückstisch für die Gäste aus Nah und Fern gedeckt. Dr. Bastian Rütten und Dr. Rainer Killich, beide Mitarbeiter der Wallfahrtsleitung Kevelaer, moderieren anschließend ein informatives und unterhaltsames Programm mit Gesprächen, Interviews und Präsentationen rund um die Kevelaer-Wallfahrt.

Im kleinen Saal des Bühnenhauses bereiten die Stadtführer/-innen des Kevelaerer Verkehrsvereins und das Team vom städtischen Service-Center für Tourismus und Kultur das umfangreiche Informationsmaterial vor, dass die Pilgerleiter/-innen zum Abschluss der Tagung entgegennehmen. Mit einem Mittagessen, das die Kevelaerer Gastronomen alljährlich für ihre Stammgäste spendieren, endet der erste Tag des Kevelaerer Pilgerleiter-Wochenendes.

 

Informationstag auf dem Kapellenplatz

Während am Samstag im Konzert- und Bühnenhaus die Vertreter/-innen der großen, traditionellen Pilgergruppen im Mittelpunkt des Geschehens stehen, nimmt die Wallfahrtsleitung am Palmsonntag, 25. März, die vielen Kleingruppen sowie die unzähligen Einzelpilger und –gäste, aber auch alle, die sich über einen künftigen Besuch der Wallfahrtsstadt informieren möchten, in den Blick. Daher wird es an diesem Tag ein entsprechendes Angebot auf dem Kapellenplatz geben. Der Rektor der Wallfahrt und seine Mitarbeiter stehen zum Gespräch und zur Information bereit. Die druckfrischen Schriften und Informationsmaterialien, die am Vortag im Bühnenhaus zur Verfügung gestellt wurden, warten auch hier auf ihre Interessenten.

Der zweite Tag des Pilgerleiter-Wochenendes wird mit zahlreichen weiteren Aktionen rund um das Thema „Wallfahrt“ gestaltet. So lädt das „Studio Kevelaer“, das an jedem Wochenende und zu vielen weiteren Anlässen für die Übertragungen von Gottesdiensten und Konzerten im TV, Radio und Internet verantwortlich zeichnet, zu einem Tag der offenen Tür. Das Team der ehrenamtlichen Helfer um Hans-Jürgen Schmitz freut sich über jeden Besuch im Studio, das sich am Kapellenplatz zwischen Priesterhaus und Sakramentskapelle findet.

Die Stadtführerinnen des Kevelaerer Verkehrsvereins laden zu zwei besonderen Themenführungen ein. Zum einen wird Margret Meurs als Mechel Schrouse, Ehefrau des Wallfahrtsgründers Hendrik Busmann, die Wallfahrtsstadt aus ihrer ganz persönlichen Sicht vorstellen. Ebenfalls historisch begründet ist die Führung von Renate Wynants-Brocks, die unter dem Titel „Wie war das denn?“ auch auf die Anfänge und in die Frühzeit der Wallfahrt blickt. Beide Führungen beginnen um 14.30 Uhr an der Info Wallfahrt, Ecke Maasstraße/Kapellenplatz.

Die Straßenwerbegemeinschaft der Hauptstraße wird den Tag nutzen, um gemeinsam mit der Kevelaerer Wirtschaftsförderung über die aktuelle Baustellensituation zu berichten. Auch Maulwurf Grubi, das allzeit freundliche Baustellen-Maskottchen, hat seinen Besuch angekündigt und wird sicher nicht nur die kleinen Besucher Kevelaers an diesem Tag erfreuen.

 

Passionsspiel der Kinder mit Orgelimprovisationen

Die Wallfahrtsleitung lädt alle Besucher sehr herzlich zu den verschiedenen Feiern und Gottesdiensten am Kapellenplatz ein. Eine besonders beeindruckende Gestaltung erfährt am Palmsonntag alljährlich die Messfeier um 11.45 Uhr in der Basilika, in der Kinder Szenen aus der Passion Christi spielen. Basilikaorganist Elmar Lehnen begleitet das Spiel der Kinder mit eindringlichen Improvisationen. Zu einem Kerzensegen wird um 14.30 Uhr auf den Kapellenplatz geladen. Ab 15 Uhr spricht Christel Neudeck, die Witwe des im Mai 2016 leider plötzlich verstorbenen Cap Anamur-Gründers Rupert Neudeck, zum Thema „Lass Dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem“.

 

Verkaufsoffener Sonntag

Da auch in diesem Jahr wieder mit zahlreichen Besuchern gerechnet wird, die sich über das kommende Wallfahrtsjahr informieren möchten, sind die Geschäfte in der Innenstadt im Rahmen des ersten verkaufsoffenen Sonntags des Jahres von 12-17 Uhr geöffnet. Einzelhandel und Gastronomie werden sich an diesem Tag ebenfalls mit verschiedensten Aktionen rund um das Thema „Wallfahrtsstadt Kevelaer“ am Pilgerleiter-Wochenende beteiligen und für ihre Gäste und Besucher präsent sein.

Ein Streifzug durch 375 Jahre Kevelaer-Wallfahrt

Verkehrsverein Kevelaer lädt zu einer ganz besonderen Führung durch die Marienstadt ein

Am Ostermontag, 17. April, lädt der Verkehrsverein Kevelaer und Umgebung e. V. erneut zum Kunst- und Kulturspaziergang „Kevelaer zeigt sich unverwechselbar“ durch die Marienstadt ein. Unter dem Motto „Wie war denn das? Kevelaer und die Wallfahrt – 1642 bis heute“ wird Renate Wynants-Brocks, Stadtführerin des Verkehrsvereins, ihre neue Themenführung vorstellen, die sie eigens zum Jubiläumsjahr „375 Jahre Kevelaer-Wallfahrt“ erarbeitet hat.

Am 1. Juni 1642, mitten in den Wirren des 30jährigen Krieges, setzte der Handelsmann Hendrick Busman das kleine Gnadenbild der „Trösterin der Betrübten“ in einen Bildstock auf der Kevelaerer Heide ein. Fortan begannen die Menschen, nach Kevelaer zu pilgern. Aber wie war denn das vor so vielen Jahren? Wie erreichten die Pilger den Marienwallfahrtsort Kevelaer? Und wie erfuhren Sie überhaupt von der Wallfahrt zur „Trösterin der Betrübten“? Welche Bitten, Sorgen und Nöte führten die Pilger nach Kevelaer und wie wurden sie dort empfangen? Fragen über Fragen, die erahnen lassen, dass vor 375 Jahren doch alles noch ganz anders war – nur eben die Wallfahrt nicht. Wie vergänglich ist doch die Zeit – nur eben die Wallfahrt nicht. Es ist faszinierend, sich mit den Gebräuchen und Möglichkeiten der vergangenen Jahrhunderte zu beschäftigen. Wie selbstverständlich ist heute ein Blick ins Internet, die Anreise mit Bahn oder PKW, das komfortable Hotelzimmer. Die neue Führung versteht sich als Reise durch die Ära der Wallfahrt. Die Teilnehmer erfahren, wie die politischen und kirchlichen, aber auch die technischen Fortschritte der letzten Jahrhunderte das Bild der Wallfahrt und damit das Bild von Kevelaer geprägt haben – ein Streifzug durch 375 Jahre Wallfahrt nach Kevelaer.

Zum Abschluss des Spaziergangs lädt der Kevelaerer Verkehrsverein zu einer Tasse Kaffee oder Tee in das Niederrheinische Museum für Volkskunde und Kulturgeschichte ein. Für die Teilnehmer/-innen des Kunst- und Kulturbummels ist der Eintritt zur laufenden Sonderausstellung „Vom Zauber alter Fliesen“ an diesem Tag kostenlos.

Ausgangspunkt des Kunst- und Kulturspaziergangs ist am Ostermontag, 17. April, um 14.30 Uhr, das Büro der „Info-Wallfahrt“, Ecke Kapellenplatz/Maasstraße. Die Verantwortlichen des Verkehrsvereins weisen darauf hin, dass es sich um keine Verkaufsveranstaltung handelt. Die Teilnahme an der Stadtführung sowie das Kaffeetrinken zum Abschluss sind kostenlos.